Läufer lassen sich von Corona nicht stoppen

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Auch Lauf-Events sind Großveranstaltungen und können in der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Jedenfalls nicht in der gewohnten Form: Weltweit lassen sich Lauf-Veranstalter einiges einfallen, um die Laufsport-Community in diesem Sommer dennoch auf die Strecken zu bringen.

Im oberfränkischen Hof findet der Firmenlauf in diesem Jahr nicht nur an einem Tag statt. Gelaufen wird über einen Zeitraum von zehn Wochen, coronakonform alleine oder in kleinen Teams – je nachdem, welche Regelungen gerade gelten. Die Lokalzeitung Frankenpost als Veranstalter hat dafür zusammen mit der ortsansässigen Firma Bitzinger eine eigene Firmenlauf-App entwickelt. Im Aktionszeitraum von Juli bis September werden darüber nach jedem Lauf die absolvierten Kilometer automatisch auf das Firmenkonto „eingezahlt“, am Ende winken Preise für die sportlichsten Firmen der Region.

Laufen für den guten Zweck

Im westfälischen Hamm waren beim „Konfettilauf“ – einem Spendenlauf zugunsten des Vereins „pro mamma“, der sich für Frauen mit Brustkrebs einsetzt – rekordverdächtige 850 Läufer und Läuferinnen am Start. Für jeden war ein Tütchen Blütenkonfetti und ein Solidaritäts-Armband gedacht, doch die Veranstalter wurden von dem Ansturm regelrecht überrumpelt. „Wir haben aber nur für 600 Teilnehmer bestellt und hätten nie gedacht, dass wir die alle brauchen würden“, erzählt  Organisatorin Christina Heinrich Diekmann von der Firma Schlüsselmomente in Hamm.

Eine festgelegte Strecke gab es bei dem kontaktlosen Lauf nicht und auch Startzeit und Kilometer konnte jeder Läufer selbst bestimmen. So kamen sich die Läufer nicht zu nahe und der Abstand blieb gewahrt. Überraschender Nebeneffekt: Die Aktion zog deutschlandweite Kreise, sogar Teilnehmer aus Berlin reichten ihre Anmeldung ein.

In Großbritannien werden alleine beim London Marathon jedes Jahr hohe zweistellige Millionen-Beträge für Charities gesammelt. Ohne Spendenläufe stünden hier viele karitative Einrichtungen vor dem Aus. Um sie zu unterstützen, haben sich verschiedene Veranstalter zusammengeschlossen und am 26. April, als eigentlich der 40. London-Marathon stattfinden sollte, dazu aufgerufen, individuell und gegebenenfalls auch in häuslicher Umgebung etwas Sportliches zu machen.

Eine Reihe prominenter Athleten aus aller Welt beteiligten sich mit ausgefallenen Aktionen an der „2.6 Challenge“ – abgeleitet von 2,6 englischen Meilen, einem Zehntel der Marathon-Distanz. Fast zehn Millionen Euro an Spenden kamen auf diese Weise zusammen.

Quellen: Frankenpost, Westfälischer Anzeiger, Runnersworld

Foto: Pixabay

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